Wir trauern um: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Vili Viorel Păun, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu und Ferhat Unvar.
Wir denken an ihre Familien – an Mütter und Väter, Geschwister, Großeltern, Partner*innen, Freund*innen. Ihr Leben ist seit diesem Tag unwiderruflich verändert.
Dieser Jahrestag ist kein symbolischer Moment. Er ist ein Tag der Trauer, der Erinnerung – und für viele ein Tag der Verzweiflung und Erschöpfung. Hinterbliebene und Überlebende kämpfen bis heute um Aufklärung, um die Anerkennung von Versäumnissen und um Gerechtigkeit. Ihr unermüdlicher Einsatz verdient Respekt, Solidarität und politische Konsequenzen.
Und dennoch: mit Sorge beobachten wir, wie sich öffentliche Debatten verschieben. Nach rassistischen oder antisemitischen Anschlägen folgen Bestürzung und Anteilnahme, doch Ursachen und Konsequenzen geraten schnell aus dem Blick. Bis wir erneut trauern müssen. So auch im Fall von Ibrahim Akkuş, der am 10. Januar 2026 an den Spätfolgen des Anschlags starb. Auch ihm Gedenken wir heute.
Das wirft Fragen auf: über Verantwortung, über Bewusstsein und vor allem über die Erinnerungskultur hierzulande. Erinnerung darf keine Routine sein. Erst recht nicht, wenn Schutz, Aufarbeitung und Verantwortung verblassen. Rassismus Antisemitismus und andere Formen von Menschenfeindlichkeit wirken – und töten.
Wir sagen klar: Wer erinnern will, muss handeln.
Wir erinnern. Wir trauern. Und wir stehen an der Seite der Familien – heute und an jedem Tag.
Siehe Pressemitteilung: hier